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  • Henni Jesch

Warum das entzückende Maxi so ein guter Lehrmeister ist ...


Haflinger Maxi kann eigentlich gar nix dafür. Zumindest nicht absichtlich. Maxi ist lieb –sogar entzückend – hat Hunger und will niemanden Böses. Maxi ist vielleicht nicht soooo extrem schlau – er kann sich nicht immer alles merken. Manches schon- Futterzeiten zum Beispiel, oder daß ein Haflinger unter der oberen Kette als Boxen-Ersatztür durchpaßt – mit Schwung auf alle Fälle!


Maxi kann sich aber nicht so gut merken, daß man beim Dressurreiten das eigene Gesicht selber tragen soll – unter Verwendung des eigenen Hinterbeins. Das entgeht immer wieder seiner Aufmerksamkeit.


Er ist aberüberhaupt nicht böse, wenn man ihn dran erinnert. Alle 10 m! Es kann sein, daß es ihm dann relativ schnell wieder einfällt, daß er sich selber tragen wollte –oder eben auch nicht.


Maxi kann man ohne Sattel und Trense ausreiten, er macht keine wilden Dinge, auch wenn er mal ein paar Tage nix getan hat. Wenn Maxi buckelt, dann lachen alle. Maxi war also genau der Richtige für ein 10 jähriges Mädel mit Schneid und Ehrgeiz. Sophie hat sich auch nie beschwert, daß sie es gerne leichter hätte. Sie mag ihren Maxi und plagt sich mit ihm und freut sich über jeden Erfolg. Maxi freut sich auch – wenn er sich auf der Wiese seiner 5 Sterne Residenz in den Dreck haut oder für eine L Plazierung Bananen bekommt. Dass es mehr Bananen gibt, wenn das Gesicht besser oben bleibt, das hat das Maxi wahrscheinlich nicht kapiert. Dass es am Turnier mehr Essen gibt, weiß er schon – deswegen fährt er ja mit.

Heimfahren will er oft nicht so gerne. Daß man zwischen dem Essen einen Dressurbewerb gehen muß, macht dem Maxi nichts - er vergißt das nach der Banane wieder.


Das Maxi springt auch ganz gut – es geht ihm einfach zu schnell um sich zu überlegen, ob erstehen bleibt oder vorbeiläuft. Er springt – das ist einfacher. Und das macht er recht gut. Sophie und Maxi sind mehrfach platziert in Haflinger Springen.


Für die 14jährige Sophie ist es nicht ganz einfach das Maxi durch eine Prüfung zu reiten und ihn dabei jeden einzelnen Meter optimal am Hinterbein und in Anlehnung zu halten. Das funktioniert nicht immer – aber immer öfter! Sophie ist eine starke Wettkampfreiterin. Es gelingt ihr immer wieder genau im richtigen Moment alle Kräfte zu mobilisieren und wirklich 5 Minuten lang alles aus dem entzückendenMaxi rauszuholen. Sophie und Maxi wurden heuer 3. der Salzburger Landesmeisterschaft Jugend. Das war eine tolle Leistung. Letzte Woche waren die beiden 2. In der L Dressur beim Schachl. Und dabei war kein Meter geschenkt!


„Bei A einreitenim versammelten Trab!“ – „Maxi oben bleiben!“ – „Was?“ – „X Halt“  - klonk – „Maaaaaxxxxiiii! Dein Kopf!“ –„Wer? Achso….“ „Im versammelten Trab anreiten, rechte Hand“  - klonk – „Maaaaaxi! Oben bleiben!“ „Hab nur am Boden g´schaut!“ –klonk-  „Maaaaxxi! Selbsthaltung!“ – „Schon wieder?“ „ja!“ – klonk – „hab ich doch gestern erst oben behalten!“  - klonk – „M K wechseln Mitteltrab“ – klonk klonk klonk klonk klonk klonk „Maaaaaaxxxxxxiiiii!“  „ja, was??“ „oben bleiben und hintendrunter!“ „Achso.“ …..klonk  - „A versammelter Galopp“ - „MMMMMaaaaaaaaaxxxxxxiiiiiiiiii!“ - „Nächste Prüfung bleib ich oben! Oder nächste Woche dann! Naja. Zumindest sag ich´s auf derWeide weiter!“


Lustigerweise tut sich Maxi mit den Dressurlektionen relativ leicht. Er springt bereits Wechsel und macht ganz gute Traversalen – trotz der kurzen Füß´. Sophie konnte das eigentlich noch gar nicht, aber gemeinsam haben die beiden mit einfach eines Tages M Lektionen vorgeritten: „Schau was ich probiert hab!“ . Und das Maxi traversierte. Deswegen meine ich, daß Sophie ihren Maxi bis LP reiten kann. Das wäre ein ganz toller Erfolg. Wenn die R3 noch mit Maxi gelingen würde! Da kann man sich nämlich echt was einbilden drauf! Von selbst geht da nix – jeder Meter muß geritten sein, sonst vergißt das Maxi wieder was…. „klonk!“.

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